Pet-Talks: Klartext – der Interview-Podcast von DeineTierwelt

Der Amazonas brennt: Warum es uns alle angeht

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Der Amazonas brennt – und damit die artenreichste Region der Welt: Rund zehn Prozent der Planzen- und Tierarten dieser Welt beherbergt der größte Regenwald der Welt. „Und wir wissen nicht, was der Amazonas noch zu offenbaren hat“, sagt Hannah Emde (27).

Die Hamburgerin ist Artenschutz-Tierärztin und setzt sich mit ihrem Verein „Nepada Wildlife e.V.“ seit Jahre weltweit für gefährdete Tiere ein. In dieser Folge von „Pet-Talks: Klartext“ sagt sie, dass die verheerenden Brände der Tier- und Pflanzenwelt im Amazonas auf zwei Ebenen schaden werden: kurzfristig und langfristig.

Denn die Tiere, die nicht unmittelbar ihren Lebensraum verlieren oder ums Leben kommen, werden langfristig mit den Folgen leben müssen, die die Waldbrände auf das Ökosystem des Amazonas haben. „Welche das sind, werden wir erst in ein paar Jahren sehen“.

Die Brände in Brasilien sind menschgemacht

Seit Jahresbeginn zählte INPE, das brasilianische Institut für Satellitenforschung, rund 80.000 Feuer im Amazonas. Fast minütlich brechen seit Wochen neue Brände aus. Die Lage im größten Regenwald der Welt ist dramatisch – und größtenteils menschengemacht.

Unter Brasiliens ultrarechten Präsidenten Jair Messias Bolsonaro haben Abholzung und Brandrodung dramatisch zugenommen – und der Amazonas ist zum Spielfeld wirtschaftlicher Interessen geworden.

Die abgebrannten Flächen werden für die Rinderzucht oder den Soja-Anbau genutzt, die Abholzung dient der Holzindustrie. Alleine mit Rindfleisch machte die brasilianische Agrarindustire im vergangenen Jahr 6,5 Milliarden Dollar Umsatz – noch wichtiger war die Sojaindustrie mit fast 41 Milliarden Dollar.

Präsident Bolsonaro ist ein Brandbeschleuniger

Brasiliens Präsident Bolsonaro wirkt dabei wie ein Brandbeschleuniger: Statt die Brandstifter zu verfolgen und zu bestrafen, lässt der Rechtspopulist sie weiter gewähren und bestärkt sie sogar. Er betonte mehrmals, dass er den Amazonas zum Rohstoffabbau freigeben will und auch bereit ist, dafür Naturschutzgebiete und Reservate der Ureinwohner zu opfern.

Wir Deutschen wissen davon nichts oder nur wenig – dabei ist der Amazonas für die gesamte Menschheit relevant: Der Regenwald verarbeitet über zwei Milliarden Tonnen CO2 und erzeugt ein Fünftel des weltweit verfügbaren Sauerstoffs. Oft wird er deshalb als „die Lunge der Welt“ bezeichnet.

Was das bedeutet und was jeder Einzelne jetzt tun kann, erfährst Du in dieser Folge vom DeineTierwelt-Podcast „Pet-Talks: Klartext“.

-- Link-Tipps zum Thema --
» Mehr Infos zu den Bränden im Amazonas
» Wie Du Menschen und Tieren helfen kannst

-- Mehr vom Gesprächspartner --
» Website Nepada Wildlife
» Facebook Nepada Wildlife

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